Prozess

nach oben

Kunden in den Innovationsprozess einbinden

Die Bedeutung der frühzeitigen Einbindung von Kunden in den Innovationsprozess ist unbestritten. Gleichzeitig bemängeln aber viele Unternehmen, dass Kunden sich bei neuen Produktideen zu sehr an Gegenwart und Vergangenheit orientieren. Meistens beziehen sich Kunden bei der Nennung von Bedürfnissen auf ihre aktuelle Situation und damit ihre aktuellen Probleme. Die Problematik ist, dass ein Unternehmen, das nur diese Kundenimpulse aufgreift, Gefahr läuft, die Chancen auf hoch innovative Fortschritte nicht zu nutzen.  

So weit so gut. Allerdings gilt dieser Einwand nicht pauschal! Ein wesentlicher Punkt bei der Integration von Kunden ist, dass die richtigen Kunden ausgewählt werden. In unserer aktuellen Studie „Erfolgsfaktor Innovation“ haben wir 450 Managern nach Ihren Erfahrungen gefragt. Hier das Ergebnis, in aufsteigender Reihenfolge:

Platz 1: Lead User/ Trendführende Kunden

Platz 2: Potentielle Grossabnehmer

Platz 3: Besonders vertrauenswürdige Kunden

Platz 4: Technisch kompetente Kunden

Wer oder was sind Lead User/ trendanführende Kunden? Es handelt sich dabei um besonders fortschrittliche Anwender, die sowohl stark motiviert als auch qualifiziert sind, wesentlich zur Entwicklung grundlegend neuer Produkte oder Dienstleistungen beizutragen. Lead User verspüren früher als die Masse der „durchschnittlichen Kunden“ neue Anforderungen an ein Produkt oder eine Dienstleistung und können sich auch bereits in eine neue Anwendungs- oder Verwendungssituation hineindenken. Oftmals werden Lead User auch schon selbst erfinderisch tätig, um ihren neu auftauchenden Bedürfnissen gerecht zu werden.

 Während im Industriegüterbereich Lead User schon seit längerer Zeit genutzt werden, wird diese Zielgruppe von Konsumgüterherstellern und Dienstleistern gerade erst entdeckt. Eigentlich erstaunlich, bedenkt man, dass heute schon bei modernen Sportarten mehr als 60% aller Produktinnovationen, die heute kommerziell vermarktet werden, aus der Community der Nutzer stammen.

 

.
.
.
.