Der Begriff „Low Cost Automation“ – auch kurz „LCA“ genannt – gehört mittlerweile untrennbar zur Philosophie der schlanken Produktion (Lean Manufacturing). Wie der Name schon suggeriert, lässt sich Low Cost Automation am Besten mit „Einfachautomatisierung“ übersetzen. Doch was verbirgt sich eigentlich konkret dahinter?

Den Ursprung dieser Art der Automatisierung findet man in den 1970ern – zu Zeiten der ersten Öl- und Investitionskrise. Low Cost Automation war seinerzeit das Ergebnis aus den Kaizen-Aktivitäten der Shopfloor-Mitarbeiter in japanischen Weltklasse-Unternehmen.
Gefördert wurde die Entstehung von LCA durch eine produktorientierte Herstellungsweise (Lean Manufacturing), in der Produkte nach dem „One Piece Pull“-Prinzip in kleinsten Mengen in Zellen gefertigt werden und die sich damit von jener Produktionsweise unterscheidet, die – auch heute noch – in der westlichen Welt verbreitetet ist und durch eine funktions- und technologie-orientierte Trennung der Prozesse gekennzeichnet ist.

Die beiden verschiedenen Produktionsweisen, Pull- und Push-Prinzip, stellen völlig unterschiedliche Anforderungen an die Flexibilität und damit an den Automatisierungsgrad einer Fertigung.

Ein weiterer Grund, warum LCA in den japanischen Top-Unternehmen eine entscheidende Rolle spielt, ist das Bestreben, ein möglichst effizientes Zusammenwirken von Mensch und Maschine zu entwickeln.

Dieses Ziel wird dadurch verfolgt, indem dem Menschen nach wie vor manuelle Tätigkeiten zugewiesen werden. Während sie in westlichen Unternehmen meist nur an einer Station arbeiten oder sich auf das Überwachen von Prozessen beschränken, betreuen die Werker in japanischen Firmen multifunktional mehrere Prozesse.

Oft handelt es sich dabei um einfache Tätigkeiten, wie beispielsweise das Be- und Entladen von Maschinen, das Zusammenfügen von Teilen in der Montage, das Anbringen von Kabeln oder das Eindrehen von Schrauben.

Der in diesem Prozess frei gesetzte Werker wird hierbei jedoch nicht entlassen, sondern meist für andere, wichtigere Aufgaben eingesetzt, weshalb meistens nur der Beste aus dem Prozess herausgenommen wird.

Durch Bemühungen dieser Art entstanden viele kleine und einfache Automatisierungen. Meist erfolgt dies im Rahmen einer groß angelegten Kampagne in allen Bereichen des Unternehmens. So sah ich vor wenigen Monaten in einem japanischen Werk von Denso (Automobilindustrie) eine LCA-Aktion, die zum Ziel hatte, alle manuellen Tätigkeiten so zu vereinfachen, dass die Werker ein Betriebsmittel nur noch beladen müssen und das Auswerfen der fertig bearbeiteten Teile automatisch geschieht (Chaku Chaku-Prinzip).                              

Fertigung LCA Montagegruppe

Prinzipien für LCA:
Für LCA gibt es keine festgeschriebenen Regeln, da die Methode als solches in Japan nicht konkret beschrieben und in der Breite eher unbekannt ist. Die Abläufe und Betriebsmittel in der Tendenz einfach zu gestalten, entspricht eher einem „common sense“, dem  gemeinsamen Grundverständnis bzw. der Überzeugung der Japaner hinsichtlich der Einfachheit der Dinge.

              quadrat-orange  einfach
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              quadrat-orange  leicht zusammen- und auseinanderzubauen
              quadrat-orange  modularer Aufbau
              quadrat-orange  interne Entwicklung und Herstellung                      

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