Eigenfertigung versus Fremdfertigung

Die langfristigen Entscheidungskriterien für Make or Buy sind:
Investitionsfrage bei der Produktentwicklung Break-Even-Ermittlung aus den Kurven für:

• Stückgesamtkosten bei Fremdbezug
• Stückgesamtkosten bei Eigenfertigung
= Invest x Annuität + Personalkosten/Periode + Stückkosten x Menge

Argumente für strategischen Fremdbezug

Chancen

*      Konzentration auf die Kernkompetenzen
*      Reduktion der Fertigungstiefe
*      Verminderung von Gemeinkosten durch Abbau von Managementfunktionen
*      Ansiedlung von Zulieferern auf ungenutzten Flächen (Industriepark)
*      Wettbewerb der eigenen Fertigung mit Zulieferern

Risiken

*      Verlust von Fertigungskompetenz
*      Die Verringerung der Fertigungstiefe führt zur Verlängerung externer Materialflüsse
*      Abhängigkeit vom Zulieferer (wirtschaftliche Lage, Liefertreue, Qualität, Flexibilität, etc.)
*      Abriss des Materialflusses bei Lieferstörungen (insbesondere bei JIT-Belieferung)
*      Aufwand zur Sicherstellung eines reibungslosen Informationsflusses
*      Abhängigkeit von einer reibungslosen Transportlogistik

Betrachtung nach der Eigenkompetenz

         Fertigung make or buy Schema

Out-Sourcing beschreibt die Auslagerung von unternehmensinternen Aktivitäten, Tätigkeiten und Dienstleistungen.Angestrebtes Ziele sind der Abbau der fixen Kosten durch Verringerung der Fertigungstiefe und Beschränkung der Leistungserstellung des Unternehmens auf die Kernkompetenzen

In-Sourcing bedeutet, dass der Lieferant auf dem Betriebsgelände des Unternehmens auf eigene Rechnung produziert und die Montageleistung innerhalb der Montagelinie des Abnehmers erbringt.
Dies führt für den Lieferanten zu einer erheblicher Reduzierung der Logistikkosten und dass er in die Prozesse der Unternehmung besser integriert ist. Dadurch entsteht ein Zeitvorteil auf de Entwicklungsebene und in der Zulieferung.