Die Materialbereitstellung

Die in einem Prozess verwendeten Materialien können generell in drei Gruppen eingeteilt werden: Beispiel der Materialbereitstellung für getaktet Fließfertigung
 

  1. Material das zur Verarbeitung bereit liegt
  2. Material im Prozeß
  3. Bearbeitetes oder Fertigmaterial, das für die nächste Prozessstufe bzw. den nächsten Kunden bereitliegt

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, daß das Material sich immer auf die zugelassene und vorbestimmte Materialmenge bezieht.

Nachstehend eine kurze Beschreibung der verschiedenen Materialarten und ihres Standorts:

1. Material das zur Verarbeitung bereit liegt
Wichtig ist, daß die Rohmaterialien immer zu Beginn der Bearbeitung eines neuen Loses bereitliegen, um die Rüstzeiten zu minimieren.

2. Material im Prozeß
Die Positionierung des Materials im Prozess muß so erfolgen, daß es einerseits leicht erreichbar für den Mitarbeiter ist, andererseits ihn aber nicht bei seiner Arbeit behindert. Darüber hinaus muß das Material so gelagert sein, daß ein Nachschub von neuem Material einfach durchzuführen ist.

Zur Bestimmung des korrekten Materialstandorts, ist es absolut unerläßlich Studien über ökonomische Bewegung durchzuführen. Heute werden für den Großteil dieser Bewegungsstudien die "Elemente der Bewegung" nach Gilbreth verwendet. Eine Studie, mit deren Hilfe Bewegungsabläufe für alle Arbeitsprozesse analysiert werden können. Die Bewegungsabläufe werden dabei in drei Arten eingeteilt: Wertschöpfende Bewegungen, bedingt wertschöpfende Bewegungen und unnötige Bewegungen. Dies hilft bei deren Aufteilung und Bewertung nach Wert oder Effizienz. Jede unnötige Bewegung kann nun beseitigt und durch eine wertschöpfende ersetzt werden.

3. Bearbeitetes oder Fertigmaterial:
Fertigmaterial oder Baugruppen sind alle den Zug-Systemen und JiT-Regeln unterworfen.

Beispiel der Materialbereitstellung für getaktet Fließfertigung

Fließfertigung - Materialbereitstellung je Takt