|
Mitarbeiter als Innovatoren nutzen
Die eigenen Mitarbeiter sind die wichtigste Quelle für Innovationsideen - das ist eines der Kernergebnisse unsere Studie „Erfolgsfaktor Innovation“.
Die Innovationsideen der Mitarbeiter entstammen einerseits den eigenen kreativen Ideen – andererseits sind die Mitarbeiter aber auch der „Empfangskanal“ für Innovationsideen von außerhalb des Unternehmens, also von Kunden, dem Wettbewerb, den Lieferanten etc.
Was zu tun ist, um dieses Know-how zu fördern, zeigten uns die Experteninterviews, die wir im Rahmen der Studie führten:
Vorgesetzte müssen Vorbild sein Eine entscheidende Rolle bei der Motivation der Mitarbeiter in ihrer Rolle als Ideenlieferanten spielen die Vorgesetzten. Wenn Neugierde, Innovationswilligkeit und die nötige Offenheit gegenüber Neuem nicht von „oben“ vorgelebt werden, kann man dies von Mitarbeitern wohl kaum einfordern.
Mitarbeiter experimentieren lassen Mitarbeiter sollten die Chance haben, neues Terrain zu betreten und über den Tellerrand ihres Tagesgeschäfts zu blicken. Der amerikanische Managementguru und Bestsellerautor Tom Peters meint hierzu: „Die Hauptaufgabe der Führungskräfte besteht heute darin, die überholten alten Wahrheiten ad acta zu legen und die Mitarbeiter bzw. die gesamte Organisation dahin zu bringen, sich aus Prinzip für Veränderungen zu begeistern, also Innovationen vorzuschlagen, zu testen, zu verwerfen, zu ändern und wieder vorzuschlagen, bis sie schließlich angenommen werden.“
Das hochinnovative Unternehmen 3M, das unter anderem Schleifmittel, Schleifbänder, Klebstoffe und Büroartikel (Post-It’s) herstellt, gestattet seinen Angestellten, 15 Prozent ihrer Arbeitszeit für die Ergründung und Weiterverfolgung eigener Ideen aufzuwenden.
Mitarbeiter Risiken eingehen lassen
Führungskräfte müssen Vertrauen signalisieren und eine fehlertolerante Haltung einnehmen. Unerwünscht ist nur, nicht aus Fehlern zu lernen. Atul Arya, Planungschef von BP, hierzu: „Wenn Sie ein innovatives Unternehmen haben wollen, brauchen Sie Leute, die keine Angst haben, Risiken einzugehen."
Sicherlich einfacher gesagt, als getan – zumindest in einer Kultur, die bei den meisten Unternehmen doch eher fehlerfeindlich ist. Tom Sommerlatte, Chef der Managementberatung Arthur D. Little, weist sehr deutlich auf diesen Kulturwandel hin, wenn er sagt: "Während der traditionelle Managementschwerpunkt auf Kontrolle lag und das Selbstvertrauen der Menschen abtötete, konzentrieren sich innovative Unternehmen darauf, Risikobereitschaft zu stärken und ihren Mitarbeitern aufzuzeigen, wie sie kluge Risiken eingehen können, sozusagen wohlinformierte und durchdachte Wetten, die sich für das Unternehmen auszahlen."
Kleine Innovationen feiern
Es muss nicht immer etwas radikal Neues erfunden werden. Was das Geschäft antreibt, kann auch die verbesserte Variante eines existierenden Produktes sein oder ein neuer Markt für eine bestehende Leistung, eine neue Verpackung oder ein neues cleveres Preismodell. Wird ausschließlich nach dem ganz großen Wurf gesucht, kann das Mitarbeiter frustrieren, denn diese Suche dauert sehr lange und lässt keine schnellen Erfolge zu. Bei 3M feiert man nicht nur kleine Innovationserfolge; es kann durchaus auch einmal eine kleine Abschlussfeier geben, wenn eine gute Idee fehlschlägt.
Kleine Innovationen werden aber auf jeden Fall gefeiert – hierzu gibt es unter anderem interne Produkt- und Ideenvorführungen, um die abteilungsübergreifende Arbeit zu fördern und gute Ideen im gesamten Unternehmen zu verbreiten. 
|