Zukunftsbranchen, Wachstumsnischen und die Neue DienstleistungskulturDie Konjunktur gewinnt wieder an Schwung, die Wachstumsprognosen werden allerorten nach oben korrigiert. Doch das bedeutet keineswegs, dass wir bereits mit allem durch wären.
Ganz im Gegenteil: Unsere Ökonomie muss und wird sich in den nächsten Jahren von Grund auf erneuern. Wir befinden uns mitten in einem Erosionsprozess, und die neue Richtung, die sich abzeichnet, verlangt, dass wir den Konsumenten und seine Bedürfnisse endlich ernst nehmen. Auf mittlere Sicht werden wir ihn nicht mehr mit überbordenden Wühltischen, vollgestopften Regalen und Lawinen von sinnlosen Produkten auf uns aufmerksam machen können.
Der Konsument der Zukunft kauft Infrastrukturen, die sein Leben erleichtern, er lässt sich mit Unterstützungsangeboten ködern, die ihm helfen, sein Leben besser zu organisieren:
Zeitprofite statt Hamsterkäufe!
Und dass diese Vision einer Service-Ökonomie wirklich keine Plattitüde ist, möchten wir Ihnen in unserem „Zukunftsletter Spezial“ vor Augen führen.Wir haben für Sie, liebe Leser, die Nischenmärkte und Trendbranchen analysiert, die in der immateriellen Ökonomie von morgen an Bedeutung gewinnen und unser Konsumentenleben verändern werden – auch über den nächsten Konjunktureinbruch hinaus.
Bei der Auswahl standen die folgenden Kriterien im Vordergrund:
- Inwiefern setzt sich dieser neue Markt in ein anderes, innovatives Verhältnis zu den Kunden?
- Inwiefern gelingt es den Innovatoren auf den Märkten von morgen, in mitunter höchst schwierigen Branchen neue Akzente zu setzen?
- Inwieweit hat sich auf diesen Märkten von morgen bereits die Vorstellung von dem neuen, kritischeren und anspruchsvolleren Konsumenten in konkrete Produkte und Dienstleistungen umgesetzt?
- Inwiefern spielen Trends und Megatrends eine wichtige Rolle bei der Erschließung der Märkte von morgen?
Trotz aller Aufschwung-Euphorie – die Zukunft des Konsums konfrontiert uns mit immer kurzfristigeren Bedürfnisumschwüngen seitens der Käufer. Der Moody-Consumer, der launische Konsument, fordert unsere Kreativität tagtäglich heraus, Innovationen werden zur Überlebensstrategie.
In den „Märkten von morgen“ liefern wir Ihnen rund 30 Produkt- und Markenbeispiele und geben Ihnen einen Einblick, wie der Aufbruch in die Service-Welten von morgen gelingen kann.
Mehr zum Zukunftsletter finden Sie unter: http://www.zukunftsinstitut.de/zukunftsletter_frame.html ![]()
Märkte von morgen mehr...
Die vier globalen Megatrends des Konsums
Bislang haben wir die Konsum-Märkte immer nur aus dem Blickwinkel übersatter westlicher Märkte betrachtet. Aber die Welt besteht aus mehr als gelangweilten Turnschuh-Kids. Wenn wir das GESAMTE SPEKTRUM der Waren, Produkte und Konsummärkte betrachten, ergibt sich in Zukunft folgende Rasterung:
1. Transmaterieller Konsum: Abschied vom Produkt Wir leben längst im ZUVIEL. Jeder Mittelschicht-Haushalt verfügt heute über 15.000 Gegenstände, und immer weniger haben die Menschen Lust, sich um alles zu kümmern. Deshalb entwickelt sich ein gewaltiger Trend zur De-Materialisierung.
Services ersetzen Dinge. Leasing ersetzt Besitz. Erlebniskonsum ersetzt Kauf. Wellness/Selfness ersetzt Hardware. Und über allem thronen die DREI E´s: Entertainment, Experience, Enlightment - Erlebnis, Erfahrung, Erleuchtung ....
2. Neuer Luxus-Konsum: Fetische, Kulte, Ikonen Dennoch gibt es einige DINGE, die wir in unserem Leben unbedingt haben wollen. Wenn sie einen ganz bestimmten ästhetischen Reiz ausüben. Einen „Nerv treffen". Eine Chiffre tief in unserem Inneren berühren. Autos mit dem gewissen Extra können das sein.
Techno-Fetische wie der IPod. Retro-Kult-Produkte wie edle Zigarren oder Weine. Die neue Warenwelt macht edle Konsumgüter zu Kunstwerken, zu semiotischen Botschaftern, in denen sich die gesamte menschliche Kulturgeschichte spiegelt.
3. Basement-Konsum: der neue Trash-Sektor Das Geiz-ist-geil-Motiv ist erst der Anfang. Der Massenkonsum in den Industrienationen mutiert in immer neuen Verbilligungs- Kaskaden zu einem gigantischen Allround-Discount. Die Verkaufslandschaft sieht schließlich überall so aus wie die Billigramschläden an den Ausfallstraßen von Drittweltstädten. Der große Basar ist eröffnet, in dem alles rund um die Uhr zu immer billigeren Preisen erhältlich ist. Jeder bietet alles an. Alles ist austauschbar. Vieles ist – scheinbar – umsonst zu haben. Und nichts ist mehr wirklich etwas wert.
4. Upgrade-Poor-Konsum: Produkte der Hoffnung Wenn Menschen aus der Armut heraustreten, entwickeln sie oft erstaunliche Geschmackssicherheit. Denn sie müssen auswählen. Der Konsum der aufsteigenden „Armuts-Mittelschichten“ in den Schwellenländern wird deshalb auch interessante neue Konsum-Phänomene hervorbringen. Simple Formen des Luxus. Einfache, elegante technologische Lösungen. Kleine, gekonnte „Verwöhnungen“. Geschicktes Convenient-Design.
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